Creative Commons License Die Geocaching-Magnetbake / Reaktivlicht (W006Z003) von Jochen Wienstroth steht unter einer Creative Commons: Namensnennung - Keine kommerzielle Nutzung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

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Geschmack ist zwar Geschmackssache - aber da ich nicht zu religiösem Eifer neige, was die Microcontrollerei angeht und weil immer mal Nachfragen kamen habe ich dann doch mal eine Magnetbake in der Variante zusammenimprovisiert, die "DIE COMMUNITY™" bevorzugt.

Der zugehörige Schaltplan ist seit Jahren relativ stabil und samt einer anfängertauglichen Dokumentation auf http://reaktivlicht.pbworks.com zu finden und läuft dort unter "Fotowiderstand-Version analog mit 7-Segment-Anzeige, Reaktivlicht Schaltplan 2". Erfinder und Hauptbeteiligte in Soft- und Hardware sind da wohl kirby27b sowie windi, schnasemann und upigors.

Da sich diese Version als defacto-Standard etabliert hat, habe ich versucht mich weitestmöglich an diese Vorgabe zu halten, allerdings konnte ich meine Finger dann doch nicht so ganz bei mir halten und habe zumindest ein paar Kleinigkeiten variiert, mit denen ich mich im Original so gar nicht anfreunden konnte. Nichtsdestotrotz sollte meine Version in Hard- und Software abwärtskompatibel sein.

Die verwendete Anzeige war mir zu groß, daher bin ich da eine Bauform kleiner geworden, und beim Nachmalen im eigenen CAD-System musste ich entsetzt feststellen, dass das Original ja gar keine Nutzung des Dezimalpunktes unterstützt - das geht ja gar nicht... Das war es aber auch schon mit den Unterschieden. Nachdem die Schaltung gemalt war, habe ich mir auch gleich mal eine schöne große Version auf Lochraster aufgebaut, um das Programmieren und Debuggen zu vereinfachen:

Magnetbake Atmel: Erstmuster auf Lochraster

Prototyp der Geocaching-Magnetbake (Atmel-Version) auf Lochraster improvisiert

Da im Original der ISP-Steckverbinder vorgesehen war, habe ich ihn auch gleich miteingebaut und mir erlaubt, dessen Signale außer zu Programmierzwecken auch noch in der Software zu verwursten. Die CLK-Leitung ist in meiner Version ein Ausgang und für den Dezimalpunkt zuständig, MISO und MOSI nutze ich als Eingänge in meiner Software. Das verträgt sich recht gut, und wenn man ein halbwegs ordentliches Programmiergerät hat (ich nutze den AVRISP MK2) dann ist die einzige Auffälligkeit, dass beim Programmieren des Prozessors der Dezimalpunkt mitflimmselt.

Programmierung in Basis-Koma (oder wie der Murx heißt) geht so gar nicht an mich - das ist pure Ressourcen-Verschwendung und meiner Meinung nach weiter von der Hardware entfernt, als es bei dieser Anwendung angebracht wäre, daher habe ich mal wieder mein angestaubtes AVRStudio 4.18.692 ausgepackt und mich mit dem Atmel-Assembler2 rumgeschlagen.

Mit dem Ergebnis bin ich inzwischen so zufrieden, dass ich es als Software auch zur beliebigen nichtkommerziellen Nutzung auf die Menschheit loslassen kann, allerdings hat die Erfahrung (nicht nur bei mir) der letzten Jahre gezeigt, dass gerade diese Schaltungsvariante gerne von Menschen kommerziell genutzt wird, die NICHT an der Hard- oder Softwareentwicklung beteiligt waren. Daher gibt es im Gegensatz zu anderen Projekten von mir die Software auch NICHT als Original-Assembler- Quellcode, sondern nur in einer.... äh.... "vorgekauten Version", die zwar jeder in Bezug auf Ausgabetext selbst nach eigenen Bedürfnisse zusammenkonfigurieren kann, die aber auch als Aufwach- Meldung beim ersten Einschalten des Gerätes eine Art "Nag-Screen" als Copyright-Hinweis relativ schnell durch die Anzeige durchrauscht.

Nichtsdestotrotz: Wer meint, dass diese Software für was taugt, kann sie gerne für privaten Eigenbedarf beliebig oft einsetzen, ich möchte mir allerdings eine kommerzielle Nutzung verbitten bzw. selbst vorbehalten - sonst muss ich doch noch das Lawyerpult in Stellung bringen. Wer die Software geradezu unvergleichlich toll, praktisch und genial findet, darf mich gerne flattrn oder mir ein Getränk nach Wahl ausgeben ;).

Eigenschaften meiner Software:

Nachdem die Software irgendwann funktionierte, musste das Ganze natürlich noch auf eine Platine geworfen werden. Ich fühle mich selbst ja am ehesten in SMD 0603 und 0805 zu Hause, kann aber durchaus verstehen, dass nicht jeder so viel Spaß wie ich an dem fuddeligen Kleinkram hat. Da aber jeder cm² Platine dann doch wieder echtes Geld bei der Bestellung bedeutet, ist es dann doch nicht "nur" THT geworden, sondern überwiegend THT mit einzelnen Bauteilen in SMD 1206. 1206 ist die größte halbwegs marktgängige SMD-Bauform und relativ anfängerfreundlich, die 4 Bauteile in SMD tun glaube ich nicht wirklich weh und sind für den Einen oder Anderen vielleicht doch ein Anreiz, sich auch mal selbst damit zu beschäftigen. Eine ausführliche Löt- und Aufbauanleitung ist weiter unten verlinkt.

Das Layout ist darauf ausgelegt, mit einer Batterie im Formfaktor AA (Mignon) zusammen relativ saugend in 12cm-Petlinge zu passen. Mit kleineren Batterien oder geknautscht könnten auch 10cm-Petlinge passen.

Nach den üblichen 4 Wochen warten hat mein Lieblings-Bulgare dann auch Platinen geliefert, mit denen ich recht glücklich bin:

Bestückte Magnetbaken-Platine mit AtTiny24
Bestückte Magnetbaken-Platine mit AtTiny24

Wie man sieht, ist das Ganze doch erstaunlich kompakt geworden - was wieder den Vorteil hat, dass es im eingebauten Zustand im Petling nicht so herumschlabbert. Die Platine ist relativ universell gehalten, ich mag zwar selbst keine Reaktivlichter, aber wenn man den 10k-Widerstand R1 durch einen erheblich hochohmigeren Wert ersetzt und den Reed-Kontakt weglässt, dann finden sich zwischen dem Prozessor und der 7Seg-Anzeige 2 Lötpunkte, in die "zufällig" ein LDR hineinpasst und die ihn auch noch gleich passend anschließen. Zu Reaktivlichtern gibt es von mir weder Software noch irgendeine Form von Support, aber da die Schaltung kompatibel zum "Marktstandard" gehalten ist, sollte hier anderer Leute Software problemlos tun.

Die Dokumentation zum Projekt (Schaltplan und Software als AVR-Studio-Projekt, Bestückungsplan und Stückliste für´s Layout) steht als W006Z003_Magnetbake.zip zum Download zur Verfügung.

Eine detaillierte Beschreibung zur Schaltung, Aufbau und zur Software kann man sich als Dokument W006D003 hier ansehen oder herunterladen und ausdrucken.

Wer die Platine hübsch findet und sie auch nutzen möchte, um Zeit beim Aufbau eigener Magnetbaken und Reaktivlichter zu sparen, der kann sie gerne über mein angemeldetes Gewerbe beziehen: Eine unbestückte Leerplatine W006L003V002 kostet 3€ zzgl. 0,70€ Porto (alles incl. MwSt) bei Vorkasse, bei Stückzahlen ab 10 Stück können wir über 2,50€/Stück als Mengenrabatt reden. Bei Interesse einfach ein Mehl an wutz(ät)chrysophylax(punkt)de schicken.

Aktueller Restbestand Leerplatinen: >70 Stück

Support zu Hard- und Software leiste ich gerne im Ursprungsthread zu 7 Segmenten in der grünen Hölle, da haben dann auch mehr Leute was davon, als wenn ich das per PN abhandeln würde.

Wer in die kommerzielle Großserienfertigung einsteigen möchte, kann sich auch gerne bei mir melden, ich bin durchaus verhandlungsbereit bei Stückzahlen >100 Stück über kundenspezifisch angepasste Layout-Versionen oder lizensierte Versionen der Software ohne oder mit anderer Aufwachmeldung zu verhandeln.

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Letzte Änderung: 2016-04-09 JWie